Wieder einen Geschäftsführer ohne Ausschreibung besetzt – Personalentscheidung Wivertis höchst problematisch / Oschmann:“Wir fordern umfassende Informationen und wer die Verantwortung trägt“


Der seit 01.01.2021 neue Geschäftsführer der städtischen Beteiligungsgesellschaft Wivertis war ein ehemaliger Zuträger für die STASI und ebenfalls ehemaliger Fraktionsvorsitzender der Fraktion Bündnis90/Die Grünen in Wiesbaden.

In einem Artikel des Wiesbadener Kuriers vom 16.12.1994 wird er wegen seiner Spitzeltätigkeit mit den Worten zitiert:“ Ich habe aus „Überzeugung“ mitgearbeitet“.

„Für uns ist es ein unverantwortliches und inakzeptabeles Vorgehen der Kooperation von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen, im Magistrat und Aufsichtsrat diese Personalentscheidung ohne Stellenausschreibung durchzuführen und wiederum ein Parteimitglied kurz vor vor der Kommunalwahl mit einem gut dotierten Posten zu versorgen“, so Petermartin Oschmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Fraktion Freie Wähler Wiesbaden (FW).
Wivertis arbeitet als städtischer IT-Dienstleister mit hochsensiblen Daten der Stadtverwaltung. Deshalb ist ein besonders hoher Maßstab in puncto Zuverlässigkeit und Vertrauen an den Geschäftsführer anzulegen. 
„Leider hat man sich von den Versprechen, die Besetzung wichtiger Positionen transparent zu machen, sehr schnell verabschiedet. Hier gilt Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Aus diesem Grund ist diese Personalentscheidung für uns höchst problematisch und gehört schnellstmöglich aufgeklärt“, ergänzt Christian Bachmann, Fraktionsvorsitzender der FW.

Offenbar ist die Vergangenheit des Geschäftsführers nicht mit der notwendigen Sorgfalt geprüft worden oder noch schlimmer möglicherweise bewusst verschleiert worden. Die Informationen dazu waren allen aus der Presse seit 1994 bekannt. Vor allem der Fraktion Bündnis90/Die Grünen muss davon Kenntnis haben, da der Wivertis-Geschäftsführer ihr ehemaliger Fraktionsvorsitzender war.

„Wir fordern hierzu rasche und umfassende Informationen, wer für diese Personalentscheidung Verantwortung trägt und ob es hierzu notwendigen Konsequenzen gibt“ so Oschmann abschließend.

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